Camping an der Nordsee

Der Trend zum Campingurlaub hält ununterbrochen an. Rund 29 Millionen Campingnächte wurden vom Statistischen Bundesamt 2015 in Deutschland gezählt, davon knapp 3,5 Millionen in Schleswig-Holstein. Vor zehn Jahren waren es 2,6 Millionen Nächte, die Camper im nördlichsten Bundesland im Zelt, im Wohnwagen oder im Wohnmobil verbrachten. Was ist der Grund für die große Lust auf Campingurlaub? Wir begeben uns auf Spurensuche an der Nordsee.

„Der Reiz des Campings ist die Freiheit, dort zu bleiben, wo man sich wohlfühlt,“ erläutert Malte Keller, Themenmanager Camping bei der Nordsee-Tourismus-Service GmbH die Motivation der Campinggäste. Mit den Fahrrädern erkunden Camper die Inseln und die Küste, genießen die Atmosphäre der landschaftlich reizvollen Plätze und treffen auf Gleichgesinnte zum Fachsimpeln über die neuesten technischen Entwicklungen bei Wohnwagen und Wohnmobilen. „Die Camper sind eine anspruchsvolle Zielgruppe, da sie sehr spontan entscheiden und sehr individuell sind, aber auch nicht auf Komfort verzichten möchten“, beschreibt Keller die Besonderheiten im Vergleich zu Gästen, die in den Ferienwohnungen und Hotels übernachten. Er ergänzt, dass die Campingurlauber seit langem nicht mehr nur mit dem Autoatlas und in den Sommermonaten unterwegs seien, sondern mittlerweile auch in den kühleren Jahreszeiten an die See kommen. Dann würden aber verstärkt Wohnmobilisten anreisen, die die Stellplätze aufsuchten. Verstärkt informierten sich die Camper mithilfe von Apps und mobilen Internetseiten. Für die Reiseplanung unterwegs nutzten die Camper mobile Dienste und seien wegen der immer besseren Ausstattung der Wohnanhänger und -mobile zunehmend flexibler bezüglich des Reisezeitraums.

Diesen Trend stellen auch die Stell- und Campingplatzbetreiber, aber auch Tourismusorganisationen an der Nordsee Schleswig-Holstein fest. Sie haben sich in den letzten Jahren immer besser auf diese Bedürfnisse eingestellt. Wellnessoasen, freies W-LAN und eine Indoorspielscheune für Kinder sind auf manchen Plätzen zu finden. Die Informationen für Ausflüge und Veranstaltungen stellen die Touristinfos auf mobiloptimierten Internetseiten zur Verfügung und falls doch mal kein Netz vorhanden ist, gibt es noch die Nordsee Campingbroschüre mit Camping- und Wohnmobilstellplätzen. „Man merkt, dass sich die Qualität stetig verbessert,“ sagt Camper Keller, der mit seiner Familie schon einige Campingplätze an der Küste zum Kurzurlaub besucht hat und ergänzt: „Jeder Platz hat etwas Besonderes. Die Dünen und die Nähe zum Meer gefallen mir immer wieder besonders gut.“

Campingplatz Hörnum
In den Sylter Dünen liegt der einzige Sandplatz der Insel und ist nur ein paar Stufen vom Strand und der Nordsee entfernt. 2013 wurde der Platz modernisiert und Camper mit Wohnwagen, Wohnmobil oder Zelt finden hier ihren Platz.
www.hoernum.de

Wo Kreuzkröte und Zwerglein wohnen, da stehen auch die Zelte auf Amrums FKK-Platz: mitten in den Dünentälern direkt unterm Leuchtturm. Den streng geschützten botanischen Raritäten, die sich auf diesem Naturschutzgebiets-Platz befinden, wird künftig mit Führungen und Vorträgen nachgegangen, außerdem will der neue Pächter das Sportangebot erweitern: mit Bootsausflügen, Beachvolleyball, Kinderolympiade, Tai Chi und Yoga. Der Amrumer Sport- und Naturistenverein, dessen Mitglieder teils schon in der vierten Generation auf dem idyllischen Platz zelten, hält die Preise für 2016 stabil und den Platz für jeden offen, der pure Natur und familiäre Stimmung mag. Platz ist für knapp 180 Zelte. Kosten ab 5 Euro/Tag, in der Hochsaison ab 7 Euro. Das Meer ist gleich hinter den Dünen, und morgens bringt der Bäcker frische Brötchen. Für Nicht-FKKler gibt’s im Nachbardünental noch einen Zeltplatz. Dort kann man auch voll ausgestattete Caravans mit Vorzelt mieten. Außerdem gibt’s für beide Plätze Waschmaschine, Trockner, Grillplatz, Kühlfächer und einen kleinen Shop. www.fkk-zeltplatz-amrum.de und www.amrum-camping.de

Wohnmobilstellplatz auf der Insel Föhr
Auf Föhr wurde jüngst im Juni 2015 ein Wohnmobilstellplatz eröffnet. Strandnah und ruhig liegen die 80 bis 120 qm großen Stellflächen mit eigener Stromversorgung. Für Frischwasser und Abwasserentsorgung ist eine zentrale Station eingerichtet. Im Wirtschaftsgebäude befinden sich die Sanitäranlagen
www.wohnmobile-foehr.de

Wattenmeercamping auf Pellworm
Nur wenige 100 Meter vom Deich entfernt und in Sichtweite der alten Inselkirche, liegt der Campingplatz. Ein Spielplatz für die Kleinen und ein Bistro mit Gartencafé sind vorhanden. Die Schutzstation Wattenmeer bietet zudem tolle Exkursionen an, sowie Bernsteinschleifen.
www.wattenmeercamping-pellworm.de

Nordseecamping zum Seehund
Ein barrierefreies Duschhaus und die Wellnessoase sind die besonderen Argumente für einen Urlaub auf dem Campingplatz in Simonsberg bei Husum. Der Platz liegt direkt hinter dem Deich und zur Badestelle sind es nur ein paar Schritte.
www.nordseecamping.de

meerGrün-lodge auf Eiderstedt
Grün ist die Halbinsel Eiderstedt und da ist es logisch, dass der 2012 eröffnete Campingplatz in Tating „meerGrün-lodge“ heißt. Eine Spielscheune ist auf dem 5 Sterne Platz vorhanden und ist gerade bei regnerischem Wetter sehr angenehm für Eltern und Kinder. Im angeschlossenen Restaurant im Bauernhaus werden vorwiegend Produkte aus der Region verwendet.
www.meergruen-lodge.de

Hochseecamping auf Helgoland
Die Hochseeinsel Helgoland besteht aus der Hauptinsel und der vorgelagerten Düne. Auf dieser Düne befindet sich auch der Campingplatz, inmitten der einzigartigen Natur. Da Helgoland autofrei ist, sind auch auf der Düne lediglich Zelte und diese nur von Mai bis Oktober aufbaubar. Ein Fährtaxi pendelt regelmäßig zwischen Düne und „pulsierender“ Hauptinsel.
www.helgoland.de/uebernachten/camping.html

Bauernhofcamping zwischen Büsum und St. Peter-Ording
Direkt am Weltnaturerbe Wattenmeer liegt Hedwigenkoog. Hier finden insbesondere Familien auf dem kleinen Natur-Campingplatz mit 6 Stellplätzen eine besondere Urlaubsatmosphäre. Denn der aktive Bauernhof ist in unmittelbarer Nähe und lädt ein, das Landleben kennenzulernen.
www.bauernhofcamping-nordsee.de

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Besondere Wege durchs Watt

Wind, Weite, Watt – das kann zum echten Erlebnis werden, wenn man sich in die Hände der Wattführerinnen und Wattführer begibt. Denn die ausgebildeten Wattführer erklären die Naturphänomene im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und führen Kinder und Erwachsene sicher durch das UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer. Was macht eine Wattwanderung zu einem unvergesslichen Erlebnis?

An der Nordsee Schleswig-Holstein existieren unzählige Routen, die regelmäßig auf dem Meeresboden zurückgelegt werden. „Rund 125.000 Gäste nehmen jedes Jahr an einer der über 6.000 Wattveranstaltungen teil“, sagt Daniel Meyer, Projektmanager Naturtourismus von der Nordsee-Tourismus-Service GmbH. Er schildert, warum das Interesse an den geführten Touren bei den Urlaubern so groß ist und resümiert: „Bei jeder Wattwanderung ist es anders. Die eine Tour ist schlickiger, die andere sandiger, das Wetter windiger, sonniger oder regnerischer. Aber es ist immer eine fantastische Erfahrung über den Meeresboden zu gehen und sich mit der Natur und den Gezeiten ganz eng verbunden zu fühlen.“ Die Vielfalt der Touren sei enorm und es habe sich in den letzten Jahren eine Entwicklung gezeigt. Viele Touren würden verstärkt auf spezielle Gästewünsche ausgerichtet. Wattwanderungen hätten demnach nicht mehr „nur“ eine naturpädagogische Ausrichtung, sondern sind beispielweise mit der regionalen oder lokalen Geschichte, Lyrik oder Kulinarik verbunden worden. „Das macht es natürlich abwechslungsreich, wenn ein Gast schon ein paar Touren gelaufen ist und mal etwas Neues erleben will,“ erläutert Meyer und gibt Tipps, welche Wanderungen ganz besonders sind.

Hier eine Auswahl besonderer Wanderungen:

Einmal Hallig und zurück
Zu Fuß geht es sich prima mit Walther Petersen-Andresen die insgesamt rund 6 Kilometer von Dagebüll zur Hallig Oland und zurück. Auf der Hallig gibt es genügend Zeit sich bei einem kleinen Snack in der Halligstube „Kiek in“ zu stärken, bevor es nach der kleinen Halligführung wieder zurück zum Festland geht. Die Tour gibt es auch im Sonnenuntergang, mit Grillen auf der Hallig oder mit dem Schiff zurück.
http://wattwanderung.eu/

Inselhopping barfuß – Von Föhr nach Amrum oder umgekehrt
Die Perle unter den Wattwanderungen ist der circa acht Kilometer lange Fußmarsch von Dunsum auf Föhr zur Nordspitze der Nachbarinsel Amrum oder umgekehrt. Wo sich vor wenigen Stunden noch die Wellen der Nordsee brachen, liegt der Meeresboden nun frei. Bei entspanntem Tempo bleibt genug Zeit, um die vielen Wattwürmer, Muscheln, Seesterne und Wattvögel bei der Suche nach Nahrung genau zu beobachten. Zurück geht es dann mit der Fähre.
http://www.foehr.de/wattwanderungen

Wattführung begleitet von Weite, Abenteuer und Geschichte(n)
Der Wattführer und Rungholtexperte Hellmut Bahnsen führt seine Gäste bei einer geschichts- und geschichtenreichen Wattwanderung vor Pellworm zu den Kulturspuren aus längst vergangener Zeit. Spannende Erzählungen wechseln sich ab mit Besichtigungen von Deicheinrichtungen und den untergegangenen Siedlungen von 1362 und 1634. Und wer großes Glück hat, findet im Schlick noch gut erhaltene Relikte aus alter Zeit.
http://www.pellworm.de/so-schoen-ist-es-hier/das-pellwormer-wattenmeer/kulturspuren-im-watt.html

Riesenwattwanderung zum Blauortsand
20 Kilometer, 7 Stunden – beeindruckende Zahlen, wenn man bedenkt, dass sich Ebbe und Flut alle 6 Stunden abwechseln. Johann P. Franzen führt seine Teilnehmer sicher über Salzwiesen, durch Priele, bis hin zum Blauortsand. Rund sechs Kilometer liegt der unbewohnte Außensand inmitten der Nordsee vor Wesselburen. Diese Wanderung ist ein Muss für Watt-Abenteurer und man sollte eine gute Kondition mitbringen.
http://www.watterleben.de/wesselburen.html

Japsand – Naturerlebnis pur
Der Japsand liegt vor Hallig Hooge und ist von dort aus durch das Watt zu erreichen. Lediglich die Nordspitze darf betreten, weil der Außensand in der Schutzzone 1 des Nationalparks liegt. Die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt erläutern kompetente Wattführer der Schutzstation Wattenmeer und wenn man etwas Glück hat, dann findet man sogar einen Bernstein.
http://www.schutzstation-wattenmeer.de/unsere-stationen/hooge/

Piratenwanderung auf Sylt
Ist die Miesmuschel immer mies gelaunt? Was frisst eigentlich ein Wattwurm? Spielerisch und mit viel Spaß erleben Kinder und Erwachsene bei dieser anderthalbstündigen Watterkundung mit der Naturschutzgemeinschaft Sylt die Welt des Wattenmeeres. Denn nachdem die Schatzkarte gefunden ist, geht es vorbei an Miesmuschel, Strandkrabbe und Co., immer auf der Suche nach dem Piratenschatz.
http://www.naturschutz-sylt.de/veranstaltungen

Mit Hund ins Watt
Jens Uwe Blender veranstaltet zweistündige Wattführungen, die speziell auf Hund und Herrchen ausgerichtet sind. Auf der zweistündigen Wanderung hinterlassen Füße und Pfoten gleichermaßen Spuren auf dem Meeresboden vor der Badestelle Nordermeldorf. Wichtig ist es für Hundehalter, dass sie ihren Vierbeiner anleinen und immer etwas zu trinken für sich und den Hund mitnehmen. Denn Hunden trinken gern das salzige Nordseewasser und haben dann besonders viel Durst.
http://www.watterleben.de/hundewattlaufen.html

Viele weitere Naturveranstaltungen, wie Wattwanderungen, vogelkundliche Exkursionen oder Salzwiesenführungen finden sich auf www.naturerlebnisfinder.de

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Luftspiegelungen an der Nordsee

Unterwegs im Watt. Zwischen Hallig Hooge und dem Japsand flirrt die Sommerluft. Die Sandbank gleißt – und darüber scheint eine Hallig zu schweben. Langeness wird es sein, zu erkennen an den Warften, die wie an einer Perlenschnur aufgereiht liegen. Seltsam losgelöst in flirrendem Licht. Was sind das für merkwürdige Bilder, die dem Wattwanderer vorgegaukelt werden? Nach langem Marsch über den Meeresboden mag einem die Phantasie einen Streich spielen, doch so verrückt es auch aussieht – es scheint etwas ganz Reales zu sein, das da zu sehen ist. Die Warft, die im Sommerhimmel schwirrt und dort ist, wo sie nicht hingehört und das manchmal sogar noch kopfüber. Schiffe, die über eine Sandbank fahren und stillstehende Vögel, die trotzdem zu fliegen scheinen. Alles nur Illusion?

Im Wattenmeer und von der Nordseeküste Schleswig-Holsteins aus kann man faszinierende Naturbeobachtungen machen – zu den phantastischen Phänomenen gehören sicher die Luftspiegelungen. Die manchmal die Bilder in unserem Verstand im wahren Wortsinn auf den Kopf stellen. Etwas Geisterhaftes. Unfassbar.
Und man kann sogar hinter den Horizont gucken. Rainer Schulz von der Schutzstation Wattenmeer ist von der Westküste der Halbinsel Eiderstedt aus etwas geglückt, was eigentlich gar nicht geht – er hat Helgoland fotografiert: Es ist eine seltsam diffuse Stimmung im Mondlicht. Zu sehen sind im Vordergrund Pferde und ein Pfahlbau – real existierend, dann Sandbänke und Strandkörbe – so, wie es sie dort gibt. Man kann hingehen und das anfassen. Darüber aber schwebt eine Inselsilhouette; das ist klar und deutlich Helgoland: Der Funkmast leuchtet mit seinen roten Lampen, der Leuchtturm blitzt regelmäßig und die Lichter der Insel geben Helgoland mit seinem Hafen Kontur. Dort, wo sie nicht sein darf. Das ist unbegreiflich und wirkt nicht wegen der nächtlichen Stimmung allein gespenstisch und wie ein verrückter Traum. Will man diesen fassen, ist er weg.

Spukhaft ist dieses Auftauchen von Helgoland auch, weil es oft in den Abendstunden stattfindet, etwas Zwielichtiges.
„Luftspiegelungen entstehen durch Ablenkung des Lichtes an unterschiedlich warmen Luftschichten“, erklärt Rainer Schulz von der Schutzstation Wattenmeer. „Lichtstrahlen, die eine kalte Luftschicht durchqueren, stoßen auf die warme Schicht und werden dort reflektiert.“ Damit dieses Phänomen passiert, muss es windstill sein, sodass die Luftmassen stabil übereinander gelagert sind – nur dann kann es die für die Spiegelung notwendige Grenzschicht geben. Diese Spiegelungen sind in der Regel in Bodennähe, beziehungsweise über dem Meer, zu sehen und über dunklen Flächen. Aber auch über Sandbänken schwirren Bilder, die es so gar nicht geben kann: So schwebt ein Mensch samt Sandbank über einer – tatsächlich existierenden – Sandbank. Es sind verrückte Bilder, gleich einer Illusion. Dinge, wie die Rettungsbake von Süderoogsand oder der Leuchtturm von Pellworm, werden durch Brechung oder Beugung herangeholt, verschoben oder dorthin projiziert, wo sie eigentlich überhaupt nicht hingehören. „Schwimmende Träume“ nannte Theodor Storm die Halligen einst, an manchen Tagen sind es sogar schwebende.

Zurück zu Helgoland: „Insbesondere wenn an ruhigen Frühlings- oder Frühsommertagen auf dem Meer warme über kalter Luft geschichtet ist, können Lichtstrahlen gebeugt und um die Erdkrümmung herumgeführt werden. Schiffe oder Inseln, die unter dem Horizont liegen, werden dann quasi angehoben und erscheinen sichtbar“, erklärt Schulz, der weitere faszinierende Fotos solcher Fata Morganas aufgenommen hat
(http://www.schutzstation-wattenmeer.de/wissen/wattenmeer/landschaft/fata-morgana).

Helgoland beispielsweise liegt mit mehr als fünfzig Kilometern Entfernung außerhalb des Sichtfeldes, wird aber ein, zwei Mal pro Jahr zum Beispiel von St. Peter-Ording aus sichtbar. Manchmal steht die Insel sogar auf dem Kopf.

Es sind zwei Phänomene, die an der Nordsee irre Bilder schaffen: Zum einen ist es die Beugung, die normalerweise nicht sichtbare – weil unter dem Horizont liegend – Dinge, wie zum Beispiel Helgoland oder ferne Schiffe, in den Blick heben. Andererseits sind es die Spiegelungen, die deutlich häufiger zu sehen sind. Das außergewöhnliche Phänomen, Helgoland zu sehen, ist eine Rarität. Die besten Chancen dazu hat man im Frühling oder Frühsommer, wenn das Wasser noch relativ kalt ist und sich demzufolge eine Schicht kalter Luft über dem Wasser bildet, der Sommer aber schon die Luft darüber aufheizt. Um „Helgoland“ zu sehen, braucht man am besten ein starkes Teleobjektiv oder ein Fernglas, so Schulz weiter. Eine Stunde vor Sonnenuntergang beginnen die Leuchttürme an der Küste, und auf Helgoland, ihr Führlicht über die See zu schicken. Das von Helgoland sieht man meist nur als indirekten Lichtschein über dem Horizont. „Wenn aber alle fünf Sekunden ein heller Lichtpunkt aufblitzt, dann ist schon Beugung wirksam und es besteht die Chance, dass sich die ganze Inselsilhouette über den Horizont hebt“, verrät Rainer Schulz.

„Luftspiegelungen kann man besonders häufig bei den längeren Wattführungen erleben, etwa bei den Wanderungen weit hinaus; zum Beispiel vor Friedrichskoog oder St. Peter-Ording“, empfiehlt Rainer Schulz von der Schutzstation Wattenmeer. Ebenso habe man gute Chancen, solche „Fata Morganas“ der Nordsee zu sehen, wenn man an der „Watt- und Sandbankwanderung“ vor Westerhever oder den Touren zu den Halligen Süderoog oder Nordstrandischmoor teilnimmt. „Bei der Führung von Hallig Hooge zum Japsand ist es bei flirrender Hitze manchmal sogar schwierig, Seehunde oder Treibgut auf der Sandbank von Schiffen oder den Amrumer Dünen zu unterscheiden“, berichtet Rainer Schulz, „dann hat man manchmal das Gefühl, in einer Sandwüste unter südlicher Sonne zu stehen!“ Und genau dort vermutet man eine Fata Morgana ja auch. Bis wieder ein Schiff vorüberschwebt. Oder ist das doch alles nur eine Illusion?

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Nordseeküste – Sonnige Aussichten zu Pfingsten

Die Wettervorhersagen und die maritimen Open-Air—Veranstaltungen an der niedersächsischen Nordsee locken zu Pfingsten viele Gäste an. Einige Beherbergungsbetriebe melden bereits hohe Auslastungen. Besonders die Jugendherbergen und Campingplätze sind beliebt und teilweise schon ausgebucht.

Das Wort „Vollauslastung“ wird selbst in einer beliebten Ferienregion wie der niedersächsischen Nordsee äußerst selten in den Mund genommen. In Vorbereitung auf die Pfingsttage kamen jedoch einige Beherbergungsbetriebe entlang der Küste und auf den Ostfriesischen Inseln nicht mehr darum herum. „Sowohl die Jugendherberge Norddeich als auch unser beliebtes Nordseecamp melden derzeit Vollauslastung über die Pfingsttage“ sagt Carsten Lippe von der Kurverwaltung Norden-Norddeich. Auch der Strand- und Familien-Campingplatz in Bensersiel ist, nach Informationen des zuständigen Tourismusbetriebs, in dieser Zeit ausgebucht.

Urlauber entscheiden sich spontan

Aufgrund der guten Wetterprognose erhalten die örtlichen Tourist-Informationen derzeit viele spontane Buchungsanfragen. Auffallend sei in diesem Jahr, dass viele Gäste nur über das lange Pfingstwochenende an die Nordsee kommen, sagt Susanne Mäntele vom Kurverein Neuharlingersiel e. V. Von Freitag bis Montag seien nur noch wenige Unterkünfte frei, so die Marketingleitern. Auch die Wilhelmshavener Zimmervermittlung rechnet mit einer hohen Auslastung. Am Pfingstwochenende startet in der Jadestadt offiziell die Badesaison. Zudem wird das polnische Segelschiff „Kapitän Borchardt“ am Bontekai festmachen. „Gäste haben die Möglichkeit an zwei Tagetörns teilzunehmen oder am Pfingstsonntag das Schiff zu besichtigen“, sagt Annika Hansen von der Wilhelmshaven Touristik und Freizeit GmbH

Erhöhtes Fahrgastaufkommen zu den Ostfriesischen Inseln

Auf den Inseln rechnen die Tourist- Informationen mit einem Besucheransturm. Besonders viele Übernachtungs- und Tagesgäste zieht es zum traditionellen White-Sands-Festival nach Norderney. Die Mischung aus Strandsport und Open-Air-Konzerten trifft vor allem den Geschmack des jungen Publikums. Die zuständige Reederei Norden-Frisia hat sich entsprechend vorbereitet. „Zu Pfingsten herrscht ein besonders hohes Passagieraufkommen. Im vergangenen Jahr beförderten wir allein am Freitag über 10.000 Gäste nach Norderney“, sagt Rainer Sürken von der Fahrdienstleitung. Unter www.reederei-frisia.de steht ein Sonderfahrplan für das Pfingstwochenende zur Verfügung.

„Wir haben vollstes Verständnis für die vielen Spontanurlauber. Aber zu Pfingsten sollte wirklich niemand herkommen, ohne vorher eine Unterkunft gebucht zu haben“, sagt Katja Benke von der Dachorganisation Die Nordsee GmbH. Gerade auf den Inseln seien die Ausweichmöglichkeiten begrenzt, wenn am Abend die letzte Fähre den Hafen verlässt.

Weitere Veranstaltungshöhepunkte zu Pfingsten:

è Vom 14. bis 16. Mai finden im Wangerland die Hoksieler Heringstage statt.

è 21. Zirkus- und Drachenfest am Friesenstrand in Tossens (Butadingen)

è Am Pfingstsonntag findet auf Baltrum das traditionelle Anbaden statt.

è Am Pfingstsonntag findet vor Sahlenburg (Cuxhaven) eine 2,5-stündige Wrack-Wattwanderung mit spannenden Geschichten über die Seefahrt statt

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Sundowner an der Nordsee

Damit Sie bei einem Sundowner an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins nicht auf dem Trockenen sitzen, haben wir hier ein Six-Pack für Sie: Sechs ausgewählte Plätze für einen Drink zum stimmungsvollen Tagesabschluss also mit Blick auf das Meer bei Sonnenuntergang – von Büsum bis Sylt. Eine kleine Auswahl nur und es lohnt sich, selbst auf die Suche nach dem schönsten Ort dafür zu gehen. Der Sundowner ist etwas Feines für den Feierabend. Das übrigens geht auch ganz prima ohne Alkohol – fragen Sie nach; die Bar-Chefs an der Küste sind kreativ genug. Ganz romantisch, das Rauschen der Nordsee im Ohr und manchmal phantastische Farbfeuerwerke im Blick, ist ein Sundowner an der Nordsee allemal. Und wer die Sonne nicht einmal mit einem guten Glas verabschiedet hat, weiß nicht wie Glück schmeckt. Wohlsein!

Büsum / Dachterrasse Beach Bar auf der Watt´n Insel in der Familienlagune Perlebucht

Ob chillig mit den Kumpels oder romantisch nur zu Zweit – die Dachterrasse der Beach Bar der Wassersportschule auf der Watt´n Insel in der Familienlagune Perlebucht in Büsum ist – noch! – ein echter Geheimtipp. Das Deck auf dem Dach zweier See-Container (die Bar ist unten drin) hat auch stille Ecken für die Romantik mit Blick über´s Meer. Die Beach Bar ist mit Holz verkleidet und eine Attraktion der Familienlagune; aus den Lautsprechern fließt auch gedämpfter „House“-Sound, aber nie zu laut – Meeresrauschen und Möwengeschrei bleiben erste Stimme. Ausstattung und Atmosphäre werden jedem Alter gerecht. Je nach Wetter und Sonnenstand leuchten Watt und See in einer Bandbreite von zartem Gelb bis Rot wie ein Feuerball. Die Container mit dem Deck obendrauf stehen direkt an der Nordsee – ein Logenplatz zum Anstoßen mit Cola, Limonaden oder beispielsweise einem Mojito (einem Drink aus Kuba mit weißem Rum und Minze) – und tropisch kommt auch manch ein Farbenspiel der im Meer versinkenden Sonne daher. Übrigens: Freitags ist hier in der Sommersaison „Grill & Chill“. Noch ein Grund herzukommen. www.wassersport-buesum.de

St. Peter-Ording / Pfahlbau „Arche Noah“

Die Pfahlbauten sind das Wahrzeichen von St. Peter-Ording. Unterteilt in fünf Strandabschnitte stehen hier die Häuser auf Stelzen. Tief in den Sand gerammt beherbergen diese einzigartigen Gebäude unter anderem empfehlenswerte Restaurants: das heißt Essen & Trinken in sieben Meter Höhe. In „SPO“ ist man nicht ohne einen Besuch in einem der Pfahlbauten gewesen, manche sind hundert Jahre alt und voller Geschichten. Der Bohlenweg führt zur „Arche Noah“, einem der fünf Wahrzeichen. Dieser Weg ist bei normalem Hochwasser zu begehen und auch für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer praktikabel. Meerseitig stehen vor der „Arche Noah“ Strandkörbe, von wo aus man den Abend ausklingen lassen kann (natürlich mit einem Getränk von „oben“). Weiter auf die Nordsee und die spektakulären Sonnenuntergänge kann man vom Holzdeck blicken; hier gibt es neben anderen Getränken auch den Sundowner-Klassiker „Rhasecco“ (ein Prosecco mit Rhabarber-Nektar und Minze), gemütliche Lounge-Atmosphäre, passende leise Musik dazu „…aber nicht zu laut. Schließlich wollen wir das Rauschen der Nordsee hören und genießen“, sagt Nisret Peci. Und hier oben gibt es sogar echte Palmen – die Nordsee mit Karibik-Flair, eine klasse Kombination und schöne Atmosphäre. www.restaurant-arche-noah.de

Schlüttsiel / „Fährhaus Schlüttsiel“

Von der Terrasse des „Fährhaus Schlüttsiel“ reicht der Blick über das Watt bis hin zu den Halligen – welch ein Panorama; Hooge, Langeness und die anderen verlieren sich in der Ferne. Scheinen über der Nordsee zu schweben wie eine Illusion. Erst glitzern Watt und See silbrig, später golden. Das Meer kommt zur Ruhe und scheint auszuatmen, auch die letzte Fähre zu den Halligen ist heute schon gefahren, Schlüttsiel liegt zwischen dem Nationalpark Wattenmeer und dem Naturschutzgebiet Hauke-Haien-Koog, es ist ein schöner, stiller Platz zum Durchatmen. So wie diese Terrasse mit dem Blick in die Unendlichkeit. Auch die Schafe haben Feierabend und zuckeln auf der Deichkrone heim. Manchmal sieht man Krabbenkutter, die in ihren kleinen Heimathafen einlaufen (und deren Beute man sich hier in Form eines Wattenbrotes, sprich: Krabbenbrot, schmecken lassen kann). Vorab und zum Anstoßen schmeckt ein Rhabarber-Prosecco, das wird das Getränk der Saison 2016, im vergangenen Jahr war das der „Hugo“. Das Nordsee-Aroma hier irgendwo im Nirgendwo ist auf jeden Fall immer mit dabei. Und gleich taucht die Sonne in die Nordsee. www.ofhs.de

Sylt / „Kap-Horn“ in Hörnum

„Haben Sie schon einmal an einem lauen Sommerabend die Sonne mit einem Glas Weißwein verabschiedet? Nein? Dann wissen Sie nicht, wie Glück schmeckt!“ – das sagt Gastgeber Lars Horn. Die tiefstehende Sonne zaubert dramatische Bilder in den Himmel vor dem Weststrand der Insel Sylt. Zerrissene Wolken und ein golden strahlendes Licht über den Dünen von Hörnum, darunter gleißt das Meer wie geschmolzenes Silber. Gebaut sind die Hütten des Strandrestaurants „Kap-Horn“ im Stil nordischer Holzhäuser und schmiegen sich perfekt in die Dünen, die Faszination des Einfachen. Der Wind wispert über die Dünen und Sand knistert leise über das Holzdeck. Ein Strandkorb, ein Tisch, zwei Stühle stehen im Sand und der Weg durch die Dünen gibt den Blick frei auf das Meer und den Strand. „Die Klassiker zum Anstoßen sind Bier und Weißwein. Das ist hier ganz leger“, sagt Lars – und er muss ja wissen, wie Glück schmeckt. Ein Glas Champagner kann es aber auch sein, schließlich ist Mann oder Frau auf Sylt. Nun ist die Blaue Stunde gekommen und der Himmel glimmt in einem satten Violett nach – und alles kommt in diesem weichen, geheimnisvollen Blau zur Ruhe. www.kap-horn-sylt.de

Amrum / „Strand33“ in Norddorf

Der Dünenriegel auf Amrum weicht in Norddorf einem breiten Durchgang, von der Terrasse des „Strand33“ reicht der Blick weit über den endlosen Sand und auf die Nordsee. Bevor die Sonne in die Nordsee fällt, noch ein Blick in die Weinkarte, in der Lounge mit den Sofas auf einem Bereich des Decks schauen die Leute durch das Angebot. Was hier als besonderer Drink zum Sonnenuntergang gut geht, ist weißer Port mit Tonic. „Überhaupt: Wir haben 25 Sorten Gin im Angebot – zusammen mit einem Tonic-Water ist das doch ein Klassiker. Und wir haben einen roten Prosecco aus der Shiraz-Traube, der wird eigens für uns in Südafrika hergestellt“, sagt Gastgeber Christian Laß vom „Strand33“. Nun ist Zeit für das Hauptprogramm auf dieser grandiosen Bühne: Die Sonne dippt endlich in das Wasser und spiegelt sich in der Abfolge Wasser-Sandbank-Wasser zweifach, geht in einem Farbfeuer unter – das Farbspektrum reicht von Gelb über Orange und Violett zu dunkelblau. Das macht die Menschen still auf diesem schönen Holzdeck und sicher hat dieses phantastische Feuerwerk der Farben auch mal den Ton von rotem Prosecco. www.strand33.de

Föhr / „Sehliebe“ in Utersum

Das Deck ist aus Lärchenholz, auf dem Tisch stehen die Gläser und beschlagen bald. Das Watt liegt unter der Abendsonne, die Sandbänke strahlen golden und das Wasser in den Prielen flutet in einem unergründlichen Dunkelblau – ein Spiel der Farben, das sich nun von Augenblick zu Augenblick verändern wird. Von der Terrasse des Strandrestaurants „Sehliebe“ in Utersum auf Föhr sind die letzten Wattwanderer zu sehen, die von Amrum herüberlaufen. Und der Blick reicht bis nach Amrum und Sylt. Der beginnende Abend verspricht ein Farbenspiel. „Wir lieben die Nordsee und alles was man hier sehen kann – wogende Dünen und phantastische Sonnenuntergänge, die Nachbarinseln Amrum und Sylt“, sagen die Gastgeber Levke und Lars Gaffron, „…und wetten, dass man sich daran nicht sattsehen kann!“ Außerdem: Hier wurde ein Drink erfunden, der ebenfalls Farbspiele verspricht; ein „Sunset-Drink“. Das ist ein Prosecco, in dem ein mit einem roten Bitterlikör („Creol“, ähnlich Angostura) getränkter und versenkter Würfelzucker das Getränk langsam so färbt wie das späte Licht die Nordsee. Köstlich sind auch die hausgemachten Limonaden. Ein sanftes Klirren beim Anstoßen auf einen gelungenen Urlaubstag – und nun geht die Sonne unter. Die Vorstellung beginnt. www.sehliebe.de

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Hummer-Umzug im Nationalpark-Zentrum

Seit Kurzem strahlt es hellblau aus der Hummer-Höhle im Großaquarium des Nationalpark-Zentrums Multimar Wattforum. Ein farbenprächtiger, großer Hummer ist dort eingezogen – ein echter Hingucker für die Besucher! Das 46 Zentimeter lange Tier hat seinen „Wohnsitz“ mit einem etwas kleineren und dunkleren Artgenossen getauscht, der bisher die Höhle im Felssockel des sieben Meter tiefen Beckens bewohnte. Beide Hummer sind rund 20 Jahre alt und leben seit der Eröffnung 1999 im Nationalpark-Zentrum – und sind damit die „dienstältesten“ Bewohner. Der Neuankömmling hatte sich im Januar in der geschützten Quarantäne gehäutet und leuchtet seitdem in einem beeindruckenden Hellblau. Mittlerweile ist sein Panzer hart und widerstandfähig genug für das 250.000 Liter fassende Becken, das er sich mit Katzenhaien, Rochen, Seelachsen, Dorschen, einem Stör und scharfzahnigen Seewölfen teilen muss.

Der Hummertausch wurde vom Aquaristik-Team des Multimar Wattforums durchgeführt. Leiter Birger Kreutz holte den blauen Hummer aus dem Quarantänebecken und nahm in der Transportbox seine Maße. Parallel lockte Taucher Timo Kaminski den anderen Hummer aus seiner Höhle im Großaquarium, fing ihn mithilfe eines Netzes ein und brachte ihn an die Oberfläche, wo die Tiere getauscht wurden: der dunkle Hummer wurde in sein neues Zuhause hinter den Kulissen gebracht, während der blaue Hummer in der Tiefe des Großaquariums zunächst seinen Weg auf den Beckengrund finden musste. Dort lief er schnurstracks in die freigewordene Höhle am Felssockel und zog sich nach der Aufregung erst einmal zurück.

Ein solcher Hummertausch findet im Multimar Wattforum regelmäßig in größeren Abständen statt. Er ist nötig, weil ein Hummerpanzer nach der Häutung butterweich ist und keinen Schutz mehr gegen Fressfeinde darstellt. Das Einzelbecken in der Quarantäne bietet die nötige Ruhe für die Häutung und Nachhärtephase. Der letzte Wechsel der beiden Hummer hatte im September 2014 stattgefunden.

Multimar-Besucher, die den hellblauen Hummer außerhalb seiner Höhle sehen möchten, müssen etwas Geduld mitbringen. Die besten Chancen auf Sichtung gibt es bei den regelmäßigen Tauchfütterungen, bei denen der Hummer meist aus dem Felsen hervorkommt, um Futter anzunehmen. Die moderierte Veranstaltung „Mahlzeit mit Taucher“ findet montags und freitags (im Winterhalbjahr montags und donnerstags) jeweils um 14:00 Uhr statt.

Das Multimar Wattforum ist das größte Besucherzentrum des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Es lockt mit einer über 3000 Quadratmeter großen, interaktiven Ausstellung. Geboten werden Informationen und Erlebnisse zu den Themen Wale, Watt und Weltnaturerbe für alle Altersgruppen. 37 Aquarien laden dazu ein, in die Unterwasserwelt der Nordsee abzutauchen. In der Walausstellung ist das beeindruckende Skelett eines im Wattenmeer gestrandeten Pottwals zu bestaunen. Das Nationalpark-Zentrum ist täglich und ganzjährig geöffnet (außer am 24.12.).

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Juist ist für ihre exzellente CO2-Bilanz ausgezeichnet worden

Die ostfriesische Nordseeinsel Juist gehört derzeit wohl unumstritten zu den führenden Destinationen im Bereich des klimafreundlichen und nachhaltigen Tourismus. Nachdem die Inselgemeinde den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2015 gewonnen hat, stellt sie mit der Zertifizierung der Tourist-Information einmal mehr ihre Vorreiterrolle in puncto Klimaschutz heraus. Sie wurde in die beste Klimaeffizienzklasse A eingestuft, Bilanzzeitraum war das Jahr 2014.

„Mit der Ermittlung des CO2-Fußabdrucks für die Tourist-Information Juist wurde eine Grundlage geschaffen, um weitere Verbesserungsmaßnahmen durchführen und evaluieren zu können“, sagt Sabrina Rotter, Leiterin der Tourist-Information Juist. Der Anspruch für die Zukunft: „Wir wollen die Emissionen bei der nächsten Messung um zehn Prozent senken.“ Ein Schwerpunkt könnte hierbei auf der energetischen Sanierung des Gebäudes liegen.

Der CO2-Fußabdruck erfasst mithilfe eines CO2 Rechners die Höhe der Emissionen, die innerhalb eines Jahres durch das Betreiben der Tourist-Information entstehen. Die Klimaeffizienzklassen (A bis F) ermöglichen eine schnelle und richtige Einschätzung sowie eine transparente Orientierung, denn sie stimmen mit den Richtlinien der Europäischen Union überein.

Bisher hatte die auf Initiative des Bundesumweltministeriums und diverser Spitzenverbände gegründete Organisation Viabono zusammen mit den Kooperationspartnern CO2OL und der Energiekampagne Gastgewerbe die CO2-Emissionen von Hotels, Restaurants, Ferienwohnungen, Ferienhäusern und Campingplätzen anhand eines CO2-Rechners für das Gastgewerbe bilanziert. In einem Pilotprojekt ist die Erhebung des CO2-Ausstosses nun auf Touristinformationen ausgedehnt worden. Insgesamt haben elf Touristinformationen aus ganz Deutschland daran teilgenommen, im März 2016 wurde das Projekt erfolgreich abgeschlossen.

Die autofreie Nordseeinsel Juist ist 17 Kilometer lang und 500 Meter breit, links liegt die temperamentvolle See und rechts das stille Wattenmeer, das zum UNESCO zum Weltnaturerbe zählt. Die ostfriesische Insel liegt kaum sieben Kilometer vom Festland entfernt und ist mit dem Schiff in etwa 75 Minuten von Norddeich-Mole erreichbar. Juist hat in 2015 den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie „Deutschlands nachhaltigste Kleinstädte und Gemeinden 2015“ erhalten und ist mit
dem CO2-Fußabdruck für Touristinformationen von Vabiano zertifiziert. Der CO2-
Fußabdruck ermittelt die Höhe der Emissionen, die innerhalb eines Jahres durch das Betreiben der Tourist-Information entstehen. Die KlimaInsel“ Juist strebt an, bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu werden.

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Tipps für die langen Wochenenden im Wonnemonat an der Nordsee

Der Frühling erwacht und die Gäste an der Nordsee Schleswig-Holstein lassen sich von den Sonnenstrahlen verwöhnen. Man merkt sofort, dass der Wonnemonat bei Mensch und Tier eine positive Stimmung erzeugt.

Denn der Begriff bedeutet ursprünglich so viel wie „Weidemonat“. Erkennbar ist dies an den saftig-grünen Wiesen, die von den Zugvögeln gern als Rastplatz und Futterquelle genutzt werden. Zudem scheinen die Schafe auf den Deichen zufriedener zu futtern und das Pensionsvieh auf den Halligen ist auch schon angekommen. Das Leben an der Küste beginnt sich auf die langen Tage und die wärmeren Temperaturen einzurichten. Genau die richtige Zeit, um nochmal in Ruhe an den langen Wochenenden für ein paar Tage an die Nordsee zu reisen und Kraft zu tanken.

Fit – Fitter – Föhr
Am besten erkunden lässt sich die Schönheit der „Friesischen Karibik“ bei sportlichen
Aktivitäten. Besonders beliebt: Entdeckungstouren mit dem Fahrrad. Denn einzigartige
Wegstrecken gibt es auf der Insel Föhr wie Sand am Meer. Über 200 Kilometer
ausgewiesene und leicht zu befahrene Radwege sowie fünf Themen-Routen laden zur
Entdeckungsreise quer über die Insel ein. Vorbei an historischen Windmühlen, urigen
Friesendörfern und wunderschönen, grünen Marschlandschaften und in Kombination mit frischer Nordseeluft ist Radfahren auf Föhr Erholung für Körper und Seele.
www.foehr.de

Die Weite der Landschaft tut einfach gut – Halbinsel Eiderstedt und St. Peter-Ording
Auf Eiderstedt gibt es 18 Kirchen, unzählige Kilometer Radwege, einen besonders berühmten Leuchtturm und den riesigen Strand von St. Peter-Ording. Im Mai bietet die Kirchengemeinde Oldenswort eine mehrtägige Radpilgerfreizeit an und bei Entschleunigungstagen in Garding oder Wellnessreisen nach Tönning oder St. Peter-Ording findet man gerade an den langen Wochenenden einen erholsamen Ausgleich zum Alltag.
www.nordsee-urlaubsglück.de

Stress lass nach – ein Wochenende in Husum
Die Hafenstadt Husum zeigt sich von ihrer schönsten Seite. An der Hafenpromenade stehen die Stühle und Tische der Restaurants draußen. Touristen wie Einheimische flanieren über den Wochenmarkt und treffen sich auf einen Klönschnack beim Shopping in der schönen City. Für diejenigen, denen das zu viel Trubel ist, bieten die Coaches Christina Kropp und Frank Ladwig kurze Auszeiten an. Gemeinsam arbeiten Coach und Client an der individuellen Persönlichkeitsstärkung und besseren Stressresilienz. Dabei werden Entspannungstechniken und die Weite der Landschaft einbezogen.
www.nordsee-urlaubsglück.de

Wenn der Alltag kurz Pause macht – Pellworm
Die optimale Verkehrsanbindung vom Festland aus ist optimal für ein langes Wochenende auf der Nordseeinsel. 7 Mal am Tag wird die Insel angefahren und bereits nach 35 Minuten erreicht die Fähre das idyllische Fleckchen Glück mitten im Wattenmeer. Zahlreiche Unterkünfte (Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen) bieten den Gästen ein vorübergehendes Zuhause mit allem, was das Herz begehrt: Komfort, Wellness, genussvolles Essen und Trinken und gemütliches Beisammensein. Wer mehr Trubel wünscht, kommt ebenfalls auf seine Kosten, beispielsweise beim „Pfingstfeuer am Leuchtturm“.
www.pellworm.de

Rastplatz für die Sinne – Sylt
Auf der Königin der Inseln bietet das BUDERSAND Hotel-Golf & Spa-Sylt ein ganz besonderes Angebot. „Fühl dich leicht“ ruft das exklusive Hotel den Gästen bei der Detox Woche zu. Gesundheitsorientierte Erholung im Spa.budersand trifft auf die genussvolle, vitale Küche des Restaurants KAI3. Durch die einmalige Lage des BUDERSAND, direkt am Meer, spüren und erleben Nordseegäste die besondere Heilwirkung des Nordseeklimas.
www.nordsee-urlaubsglück.de

Pilgern zu Himmelfahrt – Glaube und Bewegung in Nordfriesland
Pilgern in Nordfriesland bedeutet, dass der Weg das Ziel ist. Entspannung in der Natur führt dazu, dass man zu sich selbst findet. Bei einer der Wattwanderungen über den Meeresgrund laufen. Es ist nicht nur faszinierend, was das UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer an Erlebnissen bereithält, sondern auch richtig entspannend.
www.nordsee-urlaubsglück.de

Vogelzug hautnah erleben – Ringelganstage auf den Halligen
Die dunkel gefiederten Gänse mit dem weißen Ring am Hals legen im Frühjahr einen Zwischenstopp auf den Nordsee Halligen ein. Auf dem Weg von ihren Winterquartieren in England, Frankreich und Holland in ihre Brutgebiete in Nordsibirien nutzen sie die Salzwiesen im Nationalpark Wattenmeer als Imbiss und fressen sich hier ihre Fettreserven für den langen Weiterflug an. Dadurch, dass die Gänse nicht bejagt werden, können Sie auf den Halligen aus nächster Nähe beobachtet werden.
www.ringelganstage.de

Füße für Büsum!
In einem durchschnittlichen Menschenleben tragen einen die Füße rund 4 Mal um die Erde. Das sind 160.000 Kilometer. Grund genug für das Nordseeheilbad Büsum ein ganzes Programm rund um das Thema „Fußgesundheit“ zu stricken. Am 15. und 16. Mai 2016 finden am Hauptstrand ein buntes Rahmenprogramm statt. Aktiv geht es zu bei der Barfußolympiade und im Watt ist es ohne Schuhe und Strümpfe eh am schönsten. Fachvorträge ergänzen die verschiedenen Aktivitäten.
www.buesum.de

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Urlaubsregion vor den Toren Hamburgs

Eine Radtour oder eine Wanderung in der Urlaubsregion Altes Land am Elbstrom sind zu jeder Jahreszeit Erlebnisse, die es mit allen Sinnen zu genießen gilt. Farbenfrohe Obstplantagen, reich verzierte Altländer Fachwerkhäuser, urige Hofläden und Cafés, sattgrüne Elbdeiche und maritime Hansestädte: Besonders einladend zeigt sich die Region im Sommer mit vielfältigen Aktivitäten für die ganze Familie. Wer am Deich entlang unterwegs ist, hat einen Blick auf die großen Pötte auf der Elbe, stets weht auch an warmen Tagen eine angenehm erfrischende Brise. Die Metropole Hamburg ist per Fähre oder S-Bahn zum Greifen nah. Alle Informationen gibt es unter www.urlaubsregion-altesland.de oder unter Telefon 04142-813838.

Mit dem Rad und zu Fuß auf Entdeckungstour

Auf sieben überregionalen Radwegen wie dem Elberadweg und zehn lokalen Rundtouren kann man auf Entdeckungstour gehen, rund 1.000 Kilometer sind einheitlich ausgeschildert und verbinden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Urlaubsregion. Auf der „Obstroute“ mit ihren zwei Schleifen von 36 beziehungsweise 41 Kilometern Länge etwa lassen sich die Schönheiten des größten geschlossenen Obstanbaugebietes in Deutschland erkunden. Die Hansestadt Stade oder die Märchenstadt Buxtehude sind gute Ausgangspunkte dieser Tour. Von Mitte April bis Anfang Oktober ist zudem der Elbe-Radwanderbus an Wochenenden und Feiertagen in der Urlaubsregion unterwegs – müde Pedalritter und Wanderer können dann ein Stück mit dem Bus zurücklegen und danach wieder auf den Drahtesel steigen.

Wer statt auf dem Rad lieber zu Fuß unterwegs ist, für den bietet die Region ausgeschilderte Fernwanderwege wie den Jakobswegs oder den Mönchsweg, den Elbe-Weser-Weg sowie eine Wanderung durch die Flusslandschaft des Auetals. Rund um die Hansestadt Buxtehude wurde 2015 ein ganz neues Wanderwegenetz konzipiert: Die Este an ihrem Ober- und Unterlauf, den Neukloster Forst, den Beginn des Alten Landes sowie die abwechslungsreichen Landschaftsformen Moor, Marsch und Geest gilt es hier zu entdecken.

Maritime Erlebnisse

Man muss nicht gleich aufs Wasser, um das maritime Flair der Region zu genießen, schon bei einem Spaziergang auf den Deichen vorbei an Leuchttürmen und alten Kapitänshäusern ist der Charakter der Gegend zu spüren. Blaue Flüsse und grüne Deiche durchziehen die Landschaft. Weit ausgestreckt auf der Picknickdecke am 4 km langen weißen Elbstrand der Elbinsel Krautsand liegen und einfach den Tag genießen – an Sonnentagen gibt es kaum etwas Schöneres. In zahlreichen Orten gibt es heute noch idyllische Häfen und Anlegestellen, die beiden Hansestädte Stade und Buxtehude bieten mittelalterliches Hafenflair pur. Wer nicht auf die ganz große Fahrt gehen will, kann sich bei einem Verleiher ein Kanu, Tretboot oder SUP Board ausleihen. Ein besonderes Erlebnis ist auch die Fahrt mit dem froschgrünen „Tidenkieker“: Erfahrene Kapitäne lotsen bei einer Fluss-Safari unterhaltsam, lehrreich und sicher durch die faszinierende maritime Landschaft Unterelbe.

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Das Geheimnis der wandernden Düne List auf Sylt

Langsam, für das bloße Auge nicht sichtbar, aber doch stetig geht es voran. Immerhin bis zu zehn Meter pro Jahr legen die Wanderdünen im Sylter Norden zurück. So gemächlich das Tempo, so unaufhaltsam ist diese Naturerscheinung: Schnurstracks Richtung Osten werden die Dünen vom Wind weitergetrieben, sogar Straßen mussten deshalb bereits verlegt werden. „Schon seit 1923 steht diese einzigartige Landschaft unter Naturschutz und darf nicht betreten werden – von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen“, weiß Reiseexpertin Beate Fuchs vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Wer diesem Phänomen nahekommen möchte, kann allerdings in List auf Sylt an einer geführten Wandertour zum Fuß der wandernden Düne teilnehmen.

Geführte Touren zur Wanderdüne

Über mehrere Kilometer erstreckt sich die Dünenlandschaft, die nur mit Sondergenehmigungen betreten werden darf – und nicht ohne fachkundige Führung. Die Gelegenheit zur Dünentour gibt es in List auf Sylt von Mai bis Oktober regelmäßig, stets am ersten Freitag des Monats. Maximal 25 Wanderer dürfen auf der zweieinhalb Stunden langen Tour dabei sein, Treffpunkt ist bei der Kurverwaltung in List auf Sylt. Eine vorherige Anmeldung und Kartenerwerb empfiehlt sich in jedem Fall, unter www.list.de gibt es ausführliche Informationen dazu. Mitarbeiter des Erlebniszentrums Naturgewalten führen die Wanderer sicher durch die einzigartige Heidelandschaft bis zur Wanderdüne. Unterwegs gibt es jede Menge Informationen zu Flora und Fauna dieses seltenen Lebensraumes und Wissenswertes zur Entstehung und Wanderung der Dünen. Wasserfestes Schuhwerk ist für die Wanderung erforderlich.

Abstecher zum nördlichsten Punkt Deutschlands

So beeindruckend Deutschlands größte Wanderdünen auch sind, dabei handelt es sich längst nicht um den einzigen natürlichen Rekord, den List bereithält. Ein „Muss“ bei jedem Inselbesuch ist auch ein Abstecher zum nördlichsten Punkt Deutschlands auf dem Sylter Ellenbogen. Mittlerweile ist ein kleiner Park mit Skulpturen rund um diesen Flecken entstanden – der perfekte Ort für Selfies und Grüße an die Lieben zu Hause.

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